Abschlussbericht Team 2

Folgend ein kurzer Bericht der 2014er Ausgabe der Rallye aus der Sicht des Organisationsteams (Team 2 Berni/Martin)

Wir flogen bereits einige Tage vor den anderen Teams nach UK da ich geschäftlich einige Dinge in UK zu erledigen hatte.

Am Wochenende besuchten wir den Beaulieu Autojumble, der größte europäische Oldtimerteilemarkt. Dort kauften wir für einen mit uns mitgeflogenen Kollegen sein Traumauto, einen MGB GT V8, und einige Teile ein. Ein spitzen Wochenende mit Sonnenschein.

Montags darauf holten wir in Westengland unser Rallye Fahrzeug ab. Einen Triumph TR8 Roadster mit Rover V8 Motor welchen ich bereits zwei Monate zuvor über Ebay ersteigert hatte.
Natürlich war die „Horny Hornet“, so der Name welchem wir dem Triumph gaben, nicht ganz so gut wie im Inserat beschrieben. Reklamieren traute ich mich jedoch nicht! Der Verkäufer selbst war nicht anwesend da im Urlaub. Die Übernahme des Fahrzeuges erfolgte bei einem Fitnessstudio, geleitet von seiner Freundin. Diese war eine hübsche Frau! Jedoch ca. 1,80m groß, Schultern wie ein Kleiderschrank. Ich denke die hätte mich bei der geringsten Reklamation in den Kofferraum gesteckt.

Die Horny Hornet übernommen ging es kreuz und quer einige Tage durch UK. Wir spulten bis Goodwood bereits 1000km runter. Dies alles offen mit Sonnenschein pur.

In Goodwood trafen wir dann auf den Fanclub welcher mit 28 Leuten mit dem Bus von Vorchdorf nach Goodwood anreisten und auf die anderen Rallyeteams.

Über das Goodwood Revival Meeting selbst will ich nicht viel schreiben außer das dieses wieder unübertreffbar war! Nur Sonnenschein! Man kann nur schwer in Worte fassen was sich dort abspielt! 1000ende Oldimer. Autos, Motorräder und Flugzeuge! Ca. 170.000 Besucher stilgerecht gekleidet! Entertainment nur im Stil der guten alten Jahrzehnte. Man muss dies einfach selbst erleben. Es war mein 13. Besuch bei dieser Veranstaltung!

Am Sonntag später Nachmittag erfolgte dann unter Beifall des Fanclubs der Start zur Rallye.
Im 5 Minuten Takt ging es los zum Hafen nach Portsmouth. Bei dieser Etappe gab es nur eine Durchfahrtskontrolle. Dies war ein nettes Pub in welchem wir noch unsere letzten Pfund in einige Pint Guiness umwandelten.

Die Fährüberfahrt nach Le Havre über Nacht war ruhig aber jedoch ohne Kabine so dass wir die Nacht am Fußboden verbrachten.

Montag morgens ging es dann los durch Frankreich. Wir von der Organisation ließen die ersten zwei Durchfahrtskontrollen aus um die anderen Teams bei der Dritten in Empfang nehmen zu können.
Bei der dritten Durchfahrtskontrolle in einem super mittelalterlichen französischen Nest hatten wir dann endlich wieder einmal ein ordentliches Essen. Denn in UK hat man schon eine Ernährungskrise!

Ca. 10km nach der Mittagsrast war es dann soweit. Wir hatten einen major Brakedown. Bei unserer Horny Hornet war beim rechten vorderen Federbein der Radlagerzapfen gerissen. Unmöglich dies auf der Straße ohne Ersatzteile zu reparieren. Das Team 4 leistete uns noch kurz seelische Unterstützung.

Über den ÖAMTC bekamen wir einen französischen Abschleppdienst. Während der Wartezeit organisierten wir die benötigten Ersatzteile in UK. Diese sollten am nächsten Tag geliefert werden. Daher machten wir vom Team 2 eine Notübernachtung in Alencon. Kein Mensch in dieser Stadt spricht englisch. Und natürlich wir keinen Brocken französisch! Mit Händen und Füßen konnten wir uns verständigen.

Wir haben nicht so wirklich mit der Lieferung am nächsten Tag gerechnet. Doch wir wurden überrascht! Um 2 Minuten vor 12 wurden die Teile geliefert. Um 14:00 konnten wir, nach der Mittagspause, wieder in die Werkstatt. Um 17:00 hatten wir alle Teile gewechselt und konnten weiterfahren.

10km danach, auf der Autobahn, hatten wir dann links vorne einen Radlagerschaden. Dies konnten wir am Straßenrand beheben. Wieder 1 ½ Stunden Zeitverlust. Also legten wir eine Vollgaspartie ein um wieder mit den anderen Teams aufzuschließen.

Um 00:30 hatten wir dann die Anderen beim Hotel wieder erreicht. Und zu unserer Schadenfreude wurde am MGB des Team 1 noch bis 2 Uhr geschraubt.
Noch schnell zwei warme Bierchen vom Team 4 und ab ins Bett. War eine anstrengende Vollgasetappe bei welcher wir nur einmal geblitzt wurden.

Mittwochs hatten wir wieder das schönste Wetter, die schönsten Straßen und tausende Kurven.
Erst am Abend ab der letzten Durchfahrtskontrolle begann es zu nieseln. Harte Burschen wie wir sind wurde das Verdeck natürlich nicht geschlossen. Denn laut meiner Aussage ist der Regen in 10 Minuten wieder vorbei. Nur das Nieseln entwickelte sich zu einem starken Gewitter welches sich bis hin zum Hotel nicht mehr auflöste. Erst nach dem Pass, welcher kurz nach der letzten Kontrolle begann und sich über 50Km zog, kamen wir bei einer Trankstelle, welche wir auch dringend nötig hatten, dazu das Dach zu schließen. Natürlich waren wir bis dahin schon ziemlich durchnässt.
Der restliche Weg zum Hotel, nur noch ca. 25 Km, hatte es auch in sich. Denn die Koordinaten vom Hotel hatten um ein paar Sekunden nicht gestimmt. Schlimm daran war aber die Schlucht zwischen dem Koordinatenpunkt und dem Hotel. In Summe suchten wir dann 2 Stunden das Hotel. Aber zumindest bekamen wir noch eine kalte Platte zu essen welche wir mit einigen Bieren runter spülten.

Es regnete die gesamte Nacht. Um 09:00, passend zur Abfahrt, riss die Wolkendecke auf und wir hatten wieder einen Spitzen Tag.
Diese Etappe führte uns wieder, man kann es gar nicht oft genug erzählen, über die schönsten Straßen durch die schönsten Täler und dieses Mal auch über die schönsten Pässe. Unter anderem fuhren wir über den Mont Vendoux und , berühmt von der Monte Carlo Rallye, den Col de Turini.
Fast am Tagesziel angekommen, nur noch 30km zum Hotel, bewegten wir uns auf einer einspurigen Straße etwas erhöht von der Küste in den Bergen. Ein wirkliches Erlebnis! Das einzige Problem war jenes dass wir bereits 30 km auf dieser einspurigen Straße hinter uns hatten und diese abrupt ohne Ankündigung gesperrt war und wir somit wieder 30 Km zurückfahren mussten.
Dennoch kamen wir als erste ins Hotel und konnten die Anderen noch Vorwarnen um diese Strecke nicht zu wählen.

Kurz vorm Hotel passierten wir noch die Italienische Grenze. Und es tat gut dass ich mich wieder etwas leichter verständigen konnte!
Zum Abschluss gab es noch eine Riesenpizza und zwei oder drei Liter hervorragenden Roten.

Der nächste Tag, Freitag, sollte es bis in den Norden des Comersees bringen. Doch leider verwechselte ich am Navigationsgerät den Comersee mit dem Luganosee. Welcher von dem abgesehen auch wunderschön ist. Den Fehler erkannt programmierten wir das Navi neu. Zum Glück „nur“ 180km zum eigentlichen Ziel. Doch als Fahrzeit gab das Navi 3,5 Stunden an. Ach du Sch****e dachten wir uns.
Die Strecke führte uns dann durch die Schweiz (80 auf der Bundesstraße), über den San Bernardino und von dort über den Splügenpass. Letzterer war ja, bei noch etwas Tageslicht, toll zum Rauffahren. Doch oben angekommen brach die Nacht ein, extrem starker Nebel und zu nieseln begann es auch noch.
Perfektioniert wurde das Ganze dann noch mit unseren total falsch eingestellten Scheinwerfern sowie den schmierenden Scheibenwischern. Wir krochen die 35 Haarnadelkurven im Schritttempo runter und leuchteten uns den Weg mit der Hand-LED-Leuchte aus. Dies war wirklich ein Horrortrip! Wir benötigten statt der angegebenen 3.5 Stunden satte 4.5 Stunden. Und waren erst um 10:30 im Hotel. Fix und fertig!

Am Samstag, die letzte Etappe, brachen wir bereits um 5:00 bei Sternenhimmel auf. Erste Kontrolle am Stilfserjoch auf einer Höhe von über 2700m! Mit unserem V8 war es aber eine tolle Fahrt! Runter ging es auch im Temporausch. Zumindest soweit bis wir bei der Bremse ins leere stiegen und diese mal auskühlen lassen mussten.
Nächste Durchfahrtskontrolle war oben am Jaufenpass. Den Berg bezwangen wir wieder im Vollgasmodus. Die gesamte Strecke war gespickt mit Deutschen. Diese überholten wir nur mit der Faust in der Höhe. Oben blieben wir dann lieber nicht stehen.
Weiter ging es hoch die Brennerbundesstraße. Auch voll mit unseren Deutschen „Freunden“. Dies ergab einen Stau von 7km!!. Also wieder wenden, zurück nach Sterzing und auf die Autobahn. Dort aber auch 3km Stau.

Unten in Innsbruck angekommen die nächste Panne. Beim, in Alencon, neu eingebauten Federbein war der neue Stoßdämpfer im Arsch. Für eine erneute Reparatur hatten wir keine Lust mehr. Daher fuhren wir den Rest der Etappe bis nach Vorchdorf auf der Autobahn übers große Deutsche Eck.
Damit waren wir die Ersten in Vorchdorf. Nach und nach trudelte auch der Fanclub ein. So konnten wir dann die anderen Rallye-Teams mit tosendem Applaus in Empfang nehmen.
Es wurde bis in die späten Stunden gefeiert!

Die Rallye war wieder ein absoluter Erfolg! Allen hat es gefallen! Alle haben super zusammen gepasst! Und alle werden nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei sein!

Berni

  1000Pfund Rallye

Supported by

B.M.C. of Austria
MSP Austria
Tränke Vorchdorf
Cafe Novum
Abundo.at
Prüwasser
KFZ Bogner
Lichtenauer Bad Wimsbach
Reitinger Cars&Bikes St. Georgen
Installateur Laimer Vorchdorf
Stieglbauer Vorchdorf


Windischbauer Montagen Vorchdorf
Juwelier Steininger Enns
R-Motorsport Pasching
Mietwagen Aigner Vorchdorf
Vorchdorfmedia
Franzis Imbiss Vorchdorf